Leo70

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Geschichte

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Im Jahr 2005 zum Bahnhofsfest in Rittersgrün kam uns das erste Mal der Gedanke an einer betriebsbereiten Dampflok auf unserem Bahnhof. 

Da dies aber auf den vorhandenen Gleisen des Bahnhofs nicht möglich war und auch eine Dampflok von außerhalb , aufgrund des Preises und den technischen Anforderungen nicht möglich war, stand schnell fest, dass eine Feldbahndampflok für die Parkbahnanlage des Bahnhofs in Frage kam. 

Im Herbst 2005 fuhren wir daraufhin zu dem Anbieter der Hauptteile, für die geplante Lok, um uns vor Ort zu informieren und bestellten gleich das komplette Fahrwerk und den Kessel mit Armaturen. 

Das bestellte Fahrwerk sollte noch im gleichen Jahr geliefert werden und der Kessel im Frühjahr 2006, damit sollte die Lok zum Bahnhofsfest 2006 fertig sein. 

Aber alles kam anders. 

Das Fahrwerk konnte erst im Frühjahr 2006 geliefert werden und der Kessel kam mit der erforderlichen TÜV-Abnahme, nach längerem Druck auf den Hersteller , am 14.01.2008 in Rittersgrün an.

Zum Sommeranfang 2008 übernahm eine Metallbaufirma aus Markersbach die Lok, fertigte ein Führerhaus und brachte die komplette Verrohrung an.

 Im späten Sommer wurde die Lok zurück ins Museum geliefert und für die TÜV-Abnahme vorbereitet.

 Wir überprüften bevor der Tüv kam alle Teile mit Druckluft auf Dichtheit und stellen mit Entsetzen fest, dass der Kessel in der Feuerbüchse/Rauchkammer viele undichte Schweißnähte hatte, obwohl er doch vom Tüv beim Kesselhersteller mit angeblichen 22Bar geprüft worden war und dafür sogar ein vorläufiges Kesselschild besaß.

 Der Kessel wurde sofort reklamiert und die Lok wieder komplett zerlegt .

Einige Zeit später wurde der Kessel vom Hersteller abgeholt, nachgebessert und mit erneuter Druckprüfung vom TÜV, verspätet im Herbst zurückgebracht.

 Die Lok wurde in vielen Arbeitsstunden wieder zusammengebaut und eine 1. Tüv-Abnahme erfolgte in Rittersgrün.

 Die Druckprüfung vom Tüv war erfolgreich, obwohl bei einer Verschraubung fälschlicherweise vom Hersteller eine Gummidichtung verwendet wurde.

 Das Ergebnis war gut, allerdings konnte die Lok immer noch nicht fahren, weil beide Kolben im Zylinder blockierten und die Sicherheitsventile frühzeitig vor dem eingestellten Betriebsdruck öffneten.

 Durch mehrmaliges Zerlegen der Zylinder konnten die Kolben in mehreren Schritten vor Ort nachgearbeitet werden und die Sicherheitsventile wurden mehrmals gegen neue Ventile ausgetauscht.

 Jedoch ohne Erfolg.

 Somit wurde entschieden, dass der Hersteller diesen Mangel vor Ort selbst beseitigen muss.

Dies geschah dann in Rittersgrün mit gleichzeitiger Abnahme des Tüvs und wir erhielten dabei endlich unsere Betriebserlaubnis.

 Es wurden dann mehrere Probefahren unter Last durchgeführt, um weitere technische Mängel zu finden und selbst abzustellen.

 Die erste erfolgreiche Fahrt mit dem ersten Fahrgast fand dann am 30.11.2008 zum Pyramidenanschieben in Rittersgrün statt.

 Dieser erste Fahrgast war niemand geringeres , als der Weihnachtsmann persönlich.

 Die offizielle Jungfernfahrt mit komplett belegten Fahrplätzen war am 1.1.2009 auf der Parkbahn Rittersgrün ein voller Erfolg.